Zu-Fuß-Geh-Tag auch an den Pellenz-Schulen
(Grafik: www.zu-fuss-zur-Schule.de)
Auf Initiative der Schulleiter haben in diesem Jahr alle Grundschulen an der bundesweiten Kampagne „Zu Fuß zur Schule“ teilgenommen. Alle Eltern wurden zum Schuljahresbeginn mit einem Elternbrief informiert und um unterstützende Teilnahme gebeten. Dabei wurden gute Gründe, warum es sinnvoll ist, dass Kinder den Schulweg zu Fuß zurücklegen, dargelegt: Bewegung ist für die Entwicklung eines Kindes unverzichtbar. Ein Kind, das zu Fuß geht, ist wacher, aufmerksamer und kann sich besser konzentrieren. Kinder, die ihren Schulweg selbständig zurücklegen, können sich besser orientieren und erleben die Umwelt bewusster. Auf dem Schulweg treffen Kinder auf andere Menschen. Sie lernen, Kontakte zu knüpfen, sich abzugrenzen und trainieren damit wichtige Fähigkeiten für Sozialverhalten und Teamfähigkeit. Der Schulweg ist ein Erlebnisweg. Die Kinder üben, sich besser im Verkehr zurecht zu finden. Und selbstverständlich ist es auch gut für die Umwelt, wenn man sein Auto stehen lässt.
Am 21. September war es dann soweit: Geht es auch ohne Auto? Ja, es geht, wie die Teilnehmerzahlen belegen. Viele Kinder kamen entweder zu Fuß, mit dem Roller oder Fahrrad.
Jede Schule hat ihre Siegerklasse ermittelt, mit einem Preis ausgezeichnet und es gibt auch eine Siegerschule mit der größten Teilnahmequote.
Bürgermeister Klaus Bell freut sich und konnte der Siegerschule noch ein Präsent überreichen. „Wir sind uns alle einig: die Platzierung ist zweitrangig. Jeder Teilnehmer, der bewusst zu Fuß zur Schule geht, hat bereits gewonnen. Ein herzliches Danke schön an alle, die mitgemacht haben.“, so Bürgermeister Bell.
Hintergrund:
Leider hat die selbstständige Mobilität von Kindern auf dem Schulweg in den vergangenen Jahren kontinuierlich abgenommen. Schuld daran sind häufig nicht etwa schlechte oder weite Schulwege, sondern die Eltern, die ihre Kinder aus Angst vor Unfällen und Übergriffen, aus Gewohnheit oder Bequemlichkeit mit dem Auto direkt bis vors Schultor fahren. Durch verbotswidriges Halten oder riskante Wendemanöver behindern sie dabei nicht nur andere Verkehrsteilnehmer, sondern gefährden auch die Kinder – ihre eigenen eingeschlossen. (Quelle: ADAC, „Das Elterntaxi an Grundschulen“). Dabei ist laut ADAC erwiesen, dass es gefährlicher ist, sein Kind in die Schule zu fahren, als es selbst gehen zu lassen. Eine wissenschaftliche Studie im Auftrag des ADAC zeigt: auch die Kinder vor der Schule sind in Gefahr, wenn Eltern ihre Kleinen bis vor die Schultüre fahren und dass aus gut gemeinten Absichten vieler Eltern oftmals unkalkulierbare Sicherheitsrisiken für Schulkinder entstehen.
Wie sich das konkret vor den Pellenz-Grundschulen darstellt, können die Schulleiter Jahr für Jahr beobachten. Regelmäßige Appelle an die Eltern zum Schuljahresbeginn und Kontrollen durch das Ordnungsamt haben erfahrungsgemäß leider nur kurzzeitigen Erfolg.
Für die unerwartet große Teilnahme an der diesjährigen Aktion möchten wir den Eltern und allen Kindern herzlich danken. Doch auch wenn der Aktionstag inzwischen vorüber ist, kann jeder zu jeder Zeit damit beginnen, das Auto stehen zu lassen und mit seinem Kind zu Fuß zur Schule zu gehen.
Verbandsgemeindeverwaltung Pellenz
Bild zur Meldung: Zu-Fuß-Geh-Tag auch an den Pellenz-Schulen






